Wir wollen hoch hinaus – am liebsten auf die Pässe der Schweiz

Gas geben, bremsen, rollen lassen und wieder Gas geben – genau das heisst es nun wieder auf den unzähligen Passstrassen der Schweiz. Durch das milde Wetter ist die Befahrung der meisten Schweizer Berge nun wieder sicher. So wurde auch die Wintersperre für die Alpenpässe – mit einigen wenigen Ausnahmen – bis Ende Mai aufgehoben. Nun locken wieder unzählige Berge und warten nur darauf, befahren zu werden. 

Wahrzeichen und Abgrenzung zugleich

Und wenn jemand gut kurvige Strassen hinauf und wieder hinunterfahren kann, dann wohl wir Schweizer! Denn die Alpen umfassen rund 60% der Schweizer Gesamtfläche (siehe eda) und gelten seit jeher als Aushängeschild der Schweiz. Die zahlreichen Pässe gelten zudem als wichtige Abgrenzungen und teilweise sogar als Übergänge zu anderen Ländern. So gehören die Schweiz und ihre Berge einfach zusammen, wie das Brötchen ins Fondue.

 

Da jedoch nur gerade mal 11% der Gesamtbevölkerung in den Alpen lebt, bieten sich die Passstrassen förmlich an, um dem stressigen Stadtleben für eine kurze Zeit zu entfliehen und die unberührte Natur zu geniessen. Denn auf die Reisenden warten atemberaubende Routen, sportliche Kurven und natürlich purer Fahrspass! Welche Pässe bereits geöffnet und welche doch noch geschlossen sind, erfährst du unter: https://www.alpen-paesse.ch/

Kurvig oder steil – was darfs denn sein?

Die einen mögen es steil, andere bevorzugen den Nervenkitzel auf engen Strassen und nochmals andere vertragen die Kurven leider nicht so gut. Damit dir einen Roadtrip nach deinem Geschmack zusammenstellen kannst, haben wir dir einige unterschiedliche Pässe rausgesucht. 

Grimselpass

Der Grimselpass startet im Haslital und verbindet das Berner Oberland mit dem Oberwallis. Auf seiner Passhöhe auf 2’164 m ü. M. befindet sich nicht nur die Kantonsgrenze, sondern auch die Wasserscheide zwischen dem Mittelmeer und der Nordsee. Die Fahrt auf die Grimsel bietet einige Highlights, wie beispielsweise die Gelmerbahn, die steilste Standseilbahn der Welt, oder die Fahrt entlang des Räterichboden-, des Grimsel- und des Totensees. Für gekonnte Fahrer ist diese Route ein waschechter Geheimtipp, denn auch wenn es zu Beginn der Fahrt nicht so scheinen mag, so zeichnet sich die Grimsel durch ihre steilen Serpentinen aus, die zur Passhöhe führen.

Furkapass

Wem diese steilen Kurven noch nicht genug sind, oder wer sich einmal wie James Bond in dem Klassiker «Goldfinger» fühlen will, der zweigt auf der Hauptstrasse 19 in Gletsch in Richtung Furkapass ab. Auf diesem verläuft nicht nur ebenfalls die europäische Wasserscheide, er enthält auch Steigungen von über 10%! Mit seiner Höhe von 2’429 m ü. M. ist dies wohl auch nötig, um irgendwann oben anzukommen. Als Belohnung erhältst du dann kurz vor Erreichen der Passhöhe einen wunderschönen Ausblick auf den Rhonegletscher.

Nufenenpass

Wenn du es lieber gemütlich magst und dir Zeit für die tolle Aussicht nehmen willst, dann kannst du der Ägene oder dem Ticino – natürlich entgegen der Fliessrichtung – auf den Nufenenpass hinauf folgen. Auf der Passhöhe bei 2’478 m ü. M. bietet sich dir ein atemberaubender Ausblick auf das Val Bedretto im Osten, die Berner Alpen im Westen und die Gipfel des Gotthardmassivs im Nordosten.

Flüelapass

Eine weitere Möglichkeit, das spektakuläre Panorama der Schweizer Berglandschaft zu geniessen, ist die Fahrt hinauf auf den Flüelapass. Startest du in Davos, erwartet dich eine der schönsten Strassen hinauf auf den 2’383 Meter hohen Pass. Zusammen mit dem Sustenpass gehört der Flüela nämlich zu den zwei nördlichsten Zweitausendern der Schweizer Alpen. Auf der Passhöhe laden der kleine See und ein Hospiz zum Verweilen ein.

Schwägalp

Obwohl die Schwägalp nicht ganz so hoch und fahrtechnisch nicht sehr anspruchsvoll ist, so steht sie den übrigen Pässen in Punkto Schönheit in nichts nach. Sie eignet sich deshalb auch sehr gut für einen kürzeren Ausflug, beispielsweise mit Kindern. Bei guter Sicht erhält man hier nämlich einen wunderschönen Ausblick auf den Säntis und auf die Hochalp. Wer Zeit und Lust hat, begibt sich mit der Luftseilbahn auf den Säntis und geniesst dort die tolle Aussicht.

Natürlich zählt die Schweiz noch unzählige weitere Berge, die es zu befahren gilt. Eine gute Übersicht für mögliche Ausfahrtsziele erhältst du unter: https://www.alpen-paesse.ch/de/alpenpaesse

Innenhalten und geniessen

 

Auch wenn die Fahrt über kurvige und teilweise sehr enge Strassen volle Konzentration erfordert, so bieten die unzähligen Passstrassen doch immer wieder auch die Möglichkeit, das Auto zu parkieren. So kannst du für einen kurzen Moment innehalten und getrost die wunderbare Aussicht auf dich wirken lassen. So viel Zeit muss einfach sein. Falls gewünscht, kannst du dir an einigen Stellen sogar die Füsse vertreten oder dich in die Wiese setzen, um zu picknicken.

 

 

Die Sonne im Gesicht

 

Bitte beachte bei deinem Ausflug aber, dass dir die schönste Panoramastrecke nichts bringt, wenn du plötzlich im Nebelmeer versinkst oder die Kurven durch den strömenden Regen zur Schleuderfalle werden. Das drückt nicht nur auf die Stimmung, sondern erhöht auch erheblich das Unfallrisiko! Ein kurzer Blick auf das Wetterradar vor der Abfahrt schadet deshalb nie! Auf der meteonews-Seite findest du eine detaillierte Prognose zum Wetter für die unterschiedlichsten Pässe der Schweiz und Umgebung. Danach kannst du immer noch entscheiden, ob es sich lohnt zu fahren oder ob du den Roadtrip nicht doch auf einen anderen Tag verschiebst.

Fahrspass mit dem passenden Modell

Die Befahrung der Schweizer Pässe macht mit dem richtigen Fahrzeug natürlich am meisten Spass! Wer gerne auf eher kurvigen und steilen Strassen unterwegs ist, der braucht natürlich auch etwas Kraft unter der Motorhaube. Wir empfehlen hier Modelle wie den VW Golf GTI, Skoda Octavia RS, Seat Leon FR / Cupra oder den Audi RS 3 Sportback. Mit denen kannst du nach der Kurve wieder richtig Gas geben!

 

Wer es eher etwas gemütlicher mag und das Hauptaugenmerk auf das schöne Panorama legt, der wird wahrscheinlich mit dem VW Beetle, VW Tiguan, Skoda Kodiaq, Seat Tarraco oder dem Audi Q5 glücklich

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