Die schönsten Fahrradausflüge in der Schweiz

Fahrrad ins Auto gepackt und los geht’s

Fahrradfahren hat (fast) nur Vorteile: Du bist draussen in der Natur, hältst dich fit und schonst erst noch dein Portemonnaie. Jetzt, wo die Tage wieder länger werden und die Temperaturen wieder in die Höhe klettern, steht einem ausgedehnten Fahrradausflug also nichts mehr im Weg.

Ausser vielleicht etwas: Die schönsten Touren befinden sich meist ganz und gar nicht vor der eigenen Haustüre. Wenn dich dein Ausflug nicht durch einen Beton-Dschungel führen soll, musst du raus aus der Stadt und hinein in die unberührte Natur.

Heute stellt dies glücklicherweise kein grosses Problem mehr dar. Mit dem richtigen Auto ist der Fahrradträger mitsamt Fahrrad schnell montiert oder das gesamte Rad im Kofferraum verstaut. Und schon kann die Reise losgehen. Du denkst, das sagt sich so leicht? Wir haben ein paar Tipps für dich bereit, damit der Fahrradtransport sicher kein Problem wird.

Fahrrad im Kofferraum verstauen

Eine Möglichkeit, dein Fahrrad mit dem Auto mitzunehmen, ist der Transport im Kofferraum. Dies ist nicht nur eine sehr einfache Variante, sie ist auch benzinsparend und schützt dein Rad vor Ausseneinwirkungen wie Witterung und Vandalen.

Wenn du dein Fahrrad direkt im Kofferraum verstauen willst, empfiehlt es sich, ein möglichst grosses Auto zu wählen. Optimal geeignet sind kleinere SUVs, wie der Skoda Karoq, ein Seat Arona, SEAT Ateca, VW T-Roc, VW Tiguan oder ein Audi Q3. Diese bieten viel Stauraum sowohl für das Fahrrad als auch für das Zubehör wie Helm, Trinkflasche und Regenjacke. Am besten gehst du folgendermassen vor:

1.    Rücksitze herunterklappen. Dies vergrössert den Stauraum meist um etwa das Doppelte.

2.    Alte Decke auslegen. So schützt du dein Auto vor Kratzern und Schmutz.

3.    Falls nötig, das Vorderrad und den Sattel abmontieren. Dies geht schnell und spart viel Platz.

4.    Werden mehrere Fahrräder aufs Mal transportiert, stelle sie entgegengesetzt auf – sprich das Vorderrad des einen neben das Hinterrad des anderen Fahrrads. Auf diese Weise kommen sich die Lenker nicht in die Quere.

5.    Sichere dein Fahrrad. Während der Fahrt müssen alle Gepäckstücke zu jeder Zeit gesichert sein – auch das Fahrrad. Nutze hier dein restliches Gepäck, Verladegurte oder zur Not auch die Sicherheitsgurte, um dein Rad vor Verschiebungen zu schützen.

Fahrrad mit einem Fahrradträger transportieren

Falls du kein genug grosses Auto besitzt, um das Rad im Kofferraum zu verstauen, bietet dir ein Fahrradträger die gewünschte Lösung. Je nach Modell wird dieser auf dem Dach- oder Heckträger oder auch auf der Anhängerkupplung befestigt. Der Vorteil dabei: Der Kofferraum bleibt als Stauraum für weiteres Gepäck frei.

Auch wenn sich alle Fahrradträger gut für den Transport eignen, gibt es jeweils wichtige Faktoren, die es für eine sichere Fahrt zu beachten gilt:

Der Dachträger:

 

Im Allgemeinen ist dieser Fahrradträger-Typ dann einfach anzubringen, wenn das Auto eine Dachreling besitzt. Besonders geeignet sind hierfür Fahrzeugmodelle wie der VW Tiguan, der Seat Ateca, ein Skoda Octavia Kombi, der Skoda Karoq oder ein Audi Q5.

Fahren musst du mit diesem Träger aber mit Vorsicht, denn durch den nun höheren Schwerpunkt verändert sich die Aerodynamik deines Fahrzeugs. Das veränderte Fahrverhalten macht sich vor allem in den Kurven bemerkbar. Durch die zusätzliche Höhe kommst du ausserdem nicht mehr in jede Garage hinein oder durch jeden Tunnel hindurch. Sind dir diese Punkte bei der Fahrt bewusst, steht einer sicheren Fahrt jedoch nichts im Weg!

Der Heckträger:

Fahrrad-Heckträger können bei beinahe jedem Fahrzeugmodell montiert werden und sind deutlich stabiler als die Dachträger. So können auch schwerere Fahrradmodelle transportiert werden. Bei der Montage ist jedoch Vorsicht gefragt, da du den Lack deines Autos sehr schnell zerkratzen kannst.

Idealerweise verfügt dein Heckträger über eine hochklappbare Halterung. So kannst du sie bei Nicht-Gebrauch hochklappen und platzsparend parkieren.

VOLKSWAGEN T-ROC

Die Anhängerkupplung:

Wie der Name bereits sagt, wird dieser Fahrradträger auf dem Kugelkopf der Anhängerkupplung befestigt. Voraussetzung ist natürlich, dass dein Auto einen solchen besitzt. Sind die Fahrräder montiert, musst du kontrollieren, ob das Autokennzeichen und die Brems- und Rückleuchten auch tatsächlich sichtbar sind. Wir empfehlen hierfür Modelle wie den Skoda Kodiaq oder Karoq, einen Audi Q7 oder einen Seat Tarraco.

Sowohl beim Heckträger als auch beim Fahrradträger auf der Anhängerkupplung ist der Benzinverbrach deutlich höher – teilweise bis zu 20 Prozent! Ausserdem verschlechtert sich die Sicht aus dem Rückspiegel deutlich und auch beim Einparken musst du achtsam sein – dein Auto ist nun nämlich deutlich länger als sonst. Bist du dir unsicher, frag’ zur Sicherheit jemanden, ob er dir hilft.

Ist dein Fahrrad montiert, kann die Reise endlich losgehen. Die Schweiz hat unzählige schöne Routen für jeden Fahrradtypen zu bieten. Welche passt zu dir?

Für Mountainbiker

Büffel, Berge und steile Passagen – 22 km

Der Startpunkt dieser Tour liegt bei der Talstation in Marbachegg. Dein Auto kannst du dort getrost auf dem Parkplatz stehen lassen und dich anschliessend in Richtung Marbach aufmachen. Bald kommst du am Büffelhof Schufelbühl vorbei – der Mozzarella dort ist ein echter Geheimtipp. Nun beginnt der Anstieg zum Kemmeriboden. Hier gibt es eine ebenere Passage, auf der du das Panorama geniessen kannst. Bald schon folgt eine sehr steile Passage, die dich zum Alpbeizli führt – der perfekte Ort, um eine kleine Verschnaufpause einzulegen. Anschliessend führt dich der Weg erst runter und dann wieder hinauf, wo du den Start des Trails findest. Folge ihm hinab ins Tal und schon bist du beinahe wieder an deinem Ausgangspunkt angelangt.

Die Streckendetails findest du unter: https://www.komoot.de

Ein Auf und Ab durch die Wälder

Du startest in Luzern beim Parkplatz Lido/Verkehrshaus. Einmal aus der Stadt, führt dich der Weg konstant aufwärts durch die Natur. Nach einem steilen Abstieg geht es mit einem beinahe ebenso steilen Aufstieg weiter, bis du schliesslich zum Schiffmannshof gelangst. Diesen Ausblick hast du dir nun wirklich verdient! Kommst du anschliessend beim Michaelskreuz vorbei, geht es nun wieder auf unterschiedlichen Trails hinunter nach Udligenswil. Die Rückfahrt durch den Meggerwald kann sich definitiv sehen lassen und führt dich zum Verkehrshaus zurück.

Die Streckendetails findest du unter: https://www.komoot.de/

Für Rennfahrer

Panoramastrecke mit Höhen und Tiefen – 95 km

Direkt bei Weesen am Walensee, in der Nähe der Bootsvermietung, kannst du dein Auto parkieren. Ab hier führt dich die Radstrecke vorerst der Seepromenade entlang bis nach Walenstadt. Danach durchs Seeztal bis nach Sargans, wo du der Grenze zu Liechtenstein bis nach Buchs folgst und weiter bis nach Grabs fährst. Ab hier beginnt die Steigung, die dich bis zur Vorderen Höhi führt. Nun bist du am höchsten Punkt deiner Tour angelangt und kannst die lange Abfahrt zurück nach Weesen geniessen. Vielleicht gibt es dort sogar eine kleine Belohnung bei «Gelati Max».

Die Streckendetails findest du unter: https://map.schweizmobil.ch/

 

Drei Seen im Herzen der Schweiz erkunden – 50-85 km

Mitten im Herzen der Schweiz liegt die Rigi. Eine gute Aussicht hat man aber nicht nur auf ihrem Gipfel, auch der Weg um die Rigi herum ist absolut lohnenswert. Parkieren kannst du in Schwyz beim Seebad Seewen. Von dort geht es dem Lauerzersee entlang nach Goldau. Ab Arth folgst du anschliessend dem Zugersee und biegst dann links zur Hohlen Gasse ab, wo Wilhelm Tell einst Geschichte schrieb. In Küssnacht führt dich der Weg nun dem Vierwaldstättersee entlang über Weggis und Brunnen wieder zurück nach Schwyz.

Wem dies zu kurz ist, der biegt in Arth in Richtung Nordosten ab und umrundet den Zugersee. In Immensee angelangt, geht die Route wie oben beschrieben durch die Hohle Gasse weiter.

Die Streckendetails findest du unter: https://map.schweizmobil.ch/

Für gemütliche Fahrer

Durch Wälder und Felder – 40 km

Wer eine etwas kürzere Strecke bevorzugt, der startet auf dem Bruderhaus-Parkplatz in Winterthur. Von dort geht es direkt durch den Eschenbergwald in Richtung Eidberg hinauf und anschliessend wieder nach Waltenstein hinunter bis nach Hofstetten. Nach dem Schauenberg wird es nochmals etwas steiler, dafür kannst du dich nach gelungener Abfahrt am Bichelsee erholen und bei geeignetem Wetter auch hineinhüpfen. Weiter geht es dann in Richtung Turbenthal, wo du dem Fahrradweg der Töss entlang bis nach Sennhof folgen kannst. Hier fährst du den Seemerbuck hinauf und biegst kurz vor der höchsten Stelle wieder in die Waldstrasse ein, die dich zurück zum Bruderhaus führt.

Die Streckendetails findest du unter: https://map.schweizmobil.ch/

Italienisches Urlaubsfeeling – 25 km

Der Ausgangspunkt der Ferienstrecke befindet sich in Lugano. Dort findest du entlang des Sees immer wieder Parkmöglichkeiten, wie beispielsweise im Autosilo Central Park. Von da an fährst du dem See entlang hinunter bis nach Melide und Morcote. Hier lohnt es sich, einen kurzen Stopp einzulegen und ein feines «Gelato» am See zu geniessen. Danach führt der Weg wieder nordwärts bis nach Agnuzzo und über Sorengo wieder zurück nach Lugano. Leider gibt es entlang des Sees keinen separaten Radweg, das macht aber die phänomenale Aussicht locker wieder wett.

Die Streckendetails findest du unter: https://map.schweizmobil.ch/

Los geht’s

Die Schweiz ist ein wunderschönes Land, in dem es viel zu entdecken gibt. Wenn du dich aus deinem gewohnten Umfeld hinauswagst und mit dem Auto an einen unbekannten Ort fährst, dann gibt es so vieles, das auf dich wartet. Auf was wartest du noch?

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